Turner Aktiv - Freitag Fitness
5. Januar 2007: Claus Santee, he's back again
Sweet Friday Night und Beat machts noch einmal


Die TurnenAktivFreitagFitness-ler treffen sich wie jedes Jahr am ersten Freitag zum Nachtessen. Von Wolfgang und Stefan bestens organisiert und durchgeführt, merci! Der Auftritt von Claus Santee gehört seit langem auch dazu, in diesem Jahr mit erweitertem muikalischem Angebot. Überrascht hat Beat mit seinem Vortrag "Ich machs nomal". Spät wurde es, wie üblich.

Sweet Friday Night
Aentlig isch es Fritig zoobe d Wuche isch verbii
Dr Niggi Näggi ladet di in Wald zum Aesse ii
Wär hüt nit chunnt isch sälber schuld und cha nit ganz gsund sii
am Achti goot's loos
das isch doch famos
d Kuchi die stoot scho - sit Stunde do parat
s gitt vili gueti Sache – und sogar Salat
bisch nochhär zwäger als vorhär, numme nümm so grad
am Achti goot's loos
das isch doch famos
Mir machet’s nomal

Nei, i chum nit - (...)
Nei, vergiss es - (...)
Oh, loss mi doch in Rueh - (...)
Loos, dass schisst mi jetzt eifach a,
jedes Johr „e Sprüchli“ sölle parat z’ha - (...)
You very big Claus Santee,
Hinder em Ofe steg i
Bring me Red-Bull and Band of Thera,
denn chasch nomol e Sprüchli höra
Claus gibt ihm das Theraband und s'Red Bull
Jä also, wenn alli mithälfe in däm Saal,
denn mach-i-s das Johr halt nomal.
Mir Fritigs-Turner sin e bsunderi Spezis,
mit glungene und weniger glungene Gletzis,
mit dicke und dünne und lange und kurze
Manne, wo spaziere, lafere und au furze;
alti und weniger jungi und sogar pensionierti,
gschtabigi und gschickti, meh oder weniger trainierti,
wo pünktlich sin, z’spot chöme oder gar nit erschine,
doch si alli luege immer wieder emol ine,
und sage sich mindestens eimol im Quartal,
jetz göhn mir in d’Turnstund: mir machet’s nomal.
Die meischte fähle jo nit will si nit wötte,
aber si hän im Turnverein no es Aemtli und sötte
bringe und hole und organisiere,
a-me-ne Alass derbi si und präsentiere,
lose und rede und Kürs go bsueche,
studiere und neui Idee versueche.
Chunntsch denn vor luter TeVau nüm zum turne,
foht’s di mit dr Zyt scho afo wurme.
Trotzdäm stelle si sich immer wieder zur Wahl,
und sage, jo guet: mir machet’s nomal.
Apropos „immer wieder“: sälbscht s’dritt mol Räge cha-n-is nit verdriesse;
tüen mir am Mäntig niesse, weisch mir sin am Wuchenänd s’Glarnerland go gniesse.
Nach diverse Aenderige und Verirrige,
hän mer au no Baize-Verwirige.
Doch dank em Chauffeur chömme mir z’letscht nach Birsfälde,
wo mer no e Pizza und e Bier und so düen schmauche.
Denn sin mir wieder trocke, zfride und nätt,
und dehaim macht d’Frau vo de Schueh dr Drägg wägg.
Mir sin nit nochtragend und finde s’Wätter durchus legal
Isch’s au trüeb, nass und windig: mir machet’s nomal .
(Das het übrigens e Könner viil prägnanter beschriebe:
Grosse Steine, müde Beine, saure Weine, Aussicht keine; Heinrich Heine)
Dr Fritigobe tüen mir is lobe,
und is dr Wuchefrust us em Körper tobe.
S’wird amigs au ärnscht oder mir sin erschöpft,
wenn ein um- oder abegheit oder s’Theraband chlöpft;
wenn mir keine 30 Runde in 6 Minute anebringe,
oder duss uf em Parcour unseri Lunge müen lo singe.
Aber tuet’s is au gruuse, mir blibe zäh,
s’goht gli unter d’Duschi und nochhär gön mir ein zämme go näh.
Tuet ein reklamiere wäge dr Soose, s’isch aber au wirklich fatal,
tönt’s us dr Chuchi, exgüsi: mir machet’s nomal.
Jo jo, ich merk scho, es losst sich nit vermide,
ihr wartet alli druf, also bricht i no über d’Pyramide.
Unseri Abteilig isch wieder emol dra gsi zum e Höhepunkt z’bilde
am Turnerobe, und scho hän e paar agfange hirne wie die Wilde;
hän bald gfunde mir maches wie vor 50 Johr,
und bilde us uns stramme Turner e stolzes Spaletor,
mit Marschmusig, Schnäuz und Turnlibli voll Muskle.
Also fön mir grad a, tüen fescht üebe und nit mukse.
Erbarmigslos, verbisse und mit Isatz total,
heisst’s immer wieder: mir machet’s nomal.
Die unde tüen z’fescht gwaggle und die obe z’viil zittere,
me tuet efang meh diskutiere und sogar mängmol verbittere;
dr Tritt will nit stimme, die nasse Händ rutsche ab,
voll Panik schreits denn, i cha nüm, schnäll ab, ab, ab.
S’goht nit rächt und me fliegt zwei Dompteuse i wo aber bald resigniere,
es sig nit möglich us däm alte Huffe kurzfristig öppis toll’s z’kreiere.
Also goht me go schpicke und kauft scho mol Koschtüm und Schlappe;
do goht’s uf eimol immer besser und fot langsam afo klappe.
Das motiviert und bereits wärde nüm alli ganz fahl,
wenn si höre, chömed: mir machet’s nomal.
D’Zwiefel sin verfloge, s’het Spass afo mache,
in de Herbschtferie-Aextrastunde hän mir gmerkt, mir wärde’s schaffe.
D’Marschmusig tuet is Tag und Nacht im Kopf ummewummere,
und ganz verruggti studiere sogar no e Gigolo-Nummere.
Immer besser isch die Darbietig gloffe, und bi dr Hauptprob am Aend
sin mir wie alli andere parat gsi für dr gross Momänt.
Klar sin mir vor em Uftritt nervös gsi und hän is Muet aatrunke;
aber s’het klappt wie am Schnüerli und mir hän vor Stolz fascht gschtunke,
drum hätte mir nach unserem glungene Final
am liebschte gseit, chum: mir machet’s nomal.
So, das wärs gsi, unser Turner-Johr, nei halt, nit ganz,
s’normale Fritigsturne verliert nie an Glanz;
s’erfüllt e guete Zwäck und isch wichtig für’s Wohlbefinde,
vo Körper und Geischt und für’s soziale zämmefinde.
So hän mir e sauglatt/gmüetlige Obe in de Räbe gha,
drfür packe mer gärn au wieder emol a-me-ne Alass a.
Unseri Abteilig und dr Verein schtöhn für d’Qualität vom Dorf und em Läbe,
nach no meh bruchsch gar nit wölle sträbe.
In däm Sinn sag i es isch mir nit egal,
und i fürcht, eh, nei, i hoff, au dr Santi macht’s nomal.
Beat Krattiger
