Berichte > Berichte Archiv > Herbstwanderung der Turner Freitag Fitness

< zurück

18. Oktober 2015: Schlechtes Wetter gibt es nicht...

Route: Muttenz-Aarau-Erlinsbach mit Bahn und Bus; Wanderung: Erlinsbach - Wasserfluh - Benkerjoch - Strihen - Herznach; mit Bus und Bahn: Herznach - Frick - Muttenz.

Wetter: Der Herbst 2015 bleibt in Erinnerung an freundliche, sonnige und milde Tage, doch da gab es ja auch einen Regensonntag. Genau diesen hatten wir für unsere - mittlerweile zur Tradition gewordene - Herbstwanderung "auserwählt".

Schlechtes Wetter gibt es es nicht, nur schlechte Ausrüstung. Dies dachten wohl die 7 Turner als sie sich im Schutz eines Bushäuschens in Erlinsbach wanderfertig machten: Schirme wurden aufgespannt, Pelerinen und Regenhosen montiert, die Rucksäcke mit Schutzüberzügen "wasserfest" gemacht (so gut es eben ging). Bei strömendem Regen ging es dann in zügigem Tempo los in Richtung erstem Tagesziel: Wasserfluh.

Vorbei am ehemaligen Laurenzenbad waren wir schon bald auf der Ramsfluh. Bei unveränderter Wetterlage gab es keinen Halt und auch keine Alpensicht. Kurz vor der Wasserfluh fanden wir unter dem Dach einer Swisscom Trafostation Schutz vor dem mittlerweile etwas nachlassenden Dauerregen. Zeit um den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen, z.B. mit einem Schluck Weisswein.

Angekommen auf der Wasserfluh präsentierte sich ein "Panorama" mit aus dem Nebel aufragenden Hügeln, das "Ganze" schön verschleiert durch Regenschauer. So zogen wir nach kurzer Pause weiter Richtung Benkerjoch. Auf dem dortigen Rastplatz gönnten wir uns eine kurze Mittagspause. In der Zwischenzeit hatte die Witterung auf "trocken" und windig umgeschaltet. Da es von jetzt an wieder bergauf ging, bestand keine Gefahr auszukühlen. Auf einem Schlängelpfad der Klasse "extraromantisch" passierten wir den Strihen (höchster Punkt des Kantons Aargau). Von da an auf schönen Wanderwegen gemütlich und stetig bergab bis zum Tagesziel Herznach.

Nach einem derartigen Tag an der frischen Luft mundete das Nachtessen im Pisco doppelt gut.

Für Statistiker:
Erlinsbach 422m ü.M., Wasserfluh 844m ü.M., Benkerjoch 668m ü.M, Strihen 866m ü.M., Herznach 420m ü.M.
Abmarsch in Erlinsbach: kurz nach 10 Uhr, Ankunft Herznach: kurz vor 16 Uhr.

Dabei waren: Hansueli, Beat, Peter, Urs-Martin, Heinz, Armin und Thomas

Freitag Fitness unterwegs

Freitag Fitness unterwegs

 

Quizfrage (Kultureller Aspekt der Wanderung):
Weshalb wird Erlinsbach in der Umgangssprache auch "Speuz" und dessen Einwohner "Speuzer" genannt?

Lösung in der nächsten Turnstunde oder hier auf dieser Webseite (versteckt).

 

Bericht: Thomas Reichenstein - Fotos: Hansueli Vogt

 

< zurück top

Hier ist etwas versteckt...

Auf der einen Seite gehört Erlinsbach zum Kanton Aargau und auf der anderen Seite zum Kanton Solothurn. In aargauischen Erlinsbach ist die Bevölkerung hauptsächlich reformiert und im solothurnischen Teil katholisch. Man hatte deshalb in der Talschaft zwei Kirchen.
Am Sonntag gingen die Erlinsbacher brav zur Messe, jeder blieb aber auf seinem Kantonsteil. Das Chilewäägli lief teilweise genau dem Bach entlang, welcher die Kantonsgrenze kennzeichnet. Da man die andere Konfession nicht akzeptieren konnte, beschimpfte man sich gegenseitig über den Bach. Die alten Erlinsbacher ereiferten sich so sehr, dass sie sich über den Bach anspuckten (speuzen).
In den umliegenden Dörfern wussten die Bewohner über diese unschöne Sitte der Erlinsbacher beim Kirchgang Bescheid und sprachen deshalb von den Speuzer, wenn man die Erlinsbacher meinte. In der Region hat sich bis zum heutigen Tag der Übername Speuz erhalten.